In den goldenen Jahren dem Glück auf die Sprünge helfen


Das Zauberwort für die goldenen Jahre lautet: Bewegung und nochmal Bewegung!
Und das in dreierlei Hinsicht – körperlich, geistig und emotional. 

 

Wer sich körperlich bewegt, fühlt sich wohl, hält sich gesund und  erhöht dadurch seine Lebenserwartung.  Egal ob Spazierengehen, Gartenarbeit oder Fitnesstraining. Wichtig ist vor allem, dass nicht nur aus Pflichtgefühl und Zwang unsere Muskeln, das Herz und der Kreislauf trainiert werden, sondern dass dabei auch gute Gefühle entstehen. Auch wenn die Freude an der Bewegung sich zu Beginn in Grenzen halten mag und erst während oder danach so richtig aufkommt.

 
Auch das Gehirn braucht Bewegung. Gerade SeniorInnen sollten es nicht nur zum Grübeln benutzen. Unser Geist will gefordert werden: „Use it or lose it“ heißt die Devise. Die Herausforderungen sollten allerdings über die gewohnten geistigen Tätigkeiten, die man vorher im Berufsleben immer gemacht hat, hinausgehen.  Sogar für eine wissenschaftliche Auseinandersetzung oder für das Erlernen einer neuen Sprache ist es nie zu spät. Für den Klavierunterricht oder für den Kurs in Aquarellmalerei gibt es keine Altersbegrenzung. Eine neurologische Studie am Uniklinikum Hamburg  belegt, dass auch bei Menschen über 60 Jahren ein Wachstum in bestimmten Hirnarealen zu beobachten ist, wenn sie z.B. lernen zu jonglieren. 


Wie aber bleibt man emotional in Bewegung?
Es gibt unbegrenzt Möglichkeiten gute Gefühle entstehen zu lassen. In der Begegnung mit anderen Menschen, in der Natur oder auch bei einem guten Essen. Das Rezept für die Entstehung von guten Gefühlen heißt Achtsamkeit, Dankbarkeit und Vorfreude.
Auch Optimismus und Hoffnung machen gute Gefühle. Dabei erzeugen sie chemische Botenstoffe und neuronale Verbindungen im Gehirn, die mess- und belegbar sind. Einige Forscher gehen sogar davon aus, dass positive Grundhaltungen die Heilungschancen bei Krebserkrankungen positiv beeinflussen. Man könnte auch sagen: Gesundheit macht glücklich und Lebensfreude macht gesund.


Wer sich lebensbejahend körperlich, geistig und emotional bewegt, lebt nicht nur besser, sondern auch länger. Bewegung verbunden mit angenehmen Emotionen haben viele positive Effekte auf den Körper: 

  • die Produktion der Glückshormone Dopamin und Oxytozin erhöht sich
  • das Stress-Level sinkt
  • das Immunsystem wird gestärkt
  • der Körper ist weniger anfällig für Herz-Kreislauf-Erkrankungen   

Den Zusammenhang zwischen körperlichem und seelischem Wohlbefinden und guten Gefühlen hat die Psychologieprofessorin Barbara Frederickson und der Therapeut Losada  herausgefunden: 

In einer Untersuchung mit 188 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gelangen die beiden Autoren zu der Erkenntnis, dass Menschen, deren Verhältnis von positiven zu negativen Emotionen größer als 2,9 ist (sog. Losada Quotient), sich psychisch und physisch wohlfühlen und aufblühen. Dieser Quotient kann nach Meinung der beiden Autoren als Bestimmungsfaktor für das Wohlbefinden und gutes Gedeihen gedeutet werden.

Fazit:
Letztlich kommt es darauf an, sich in allen Dimensionen  – körperlich, geistig und emotional – zu bewegen, um womöglich eines Tages zu den "goldenen munteren Hundertern" zu gehören. 


 


Autor: 

Ernst Fritz-Schubert (Fritz-Schubert Institut für Persönlichkeitsentwicklung, Heidelberg)





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Gesundheitstipps

  1. Freude an der Bewegung

    Bewegung in den Alltag zu integrieren hat nicht nur für den Körper viele erfreuliche Effekte, sondern wirkt sich auch positiv auf den Geist aus.

  2. Den Geist fordern

    Versuchen Sie über das Gewohnte hinaus immer wieder einmal sich mit neuen Dingen zu beschäftigen oder Fertigkeiten zu erlernen. So bleiben sie auch geistig fit!

  3. Emotionale Gesundheit

    Eine positive Grundhaltung und eine lebensbejahende Einstellung können manchmal kleine Wunder bewirken - auf jeden Fall aber sind sie wichtige Bausteine für ein gesundes und glückliches Leben.